Erste ICSI

Der Transfer

  

Da waren wir, aufgeregt  wie jedesmal, saßen wir im Behandlungszimmer, gegenüber die Schwester, die etwas gelangweilt in ihrem Computer herumklickte. Und da war sie, unsere befruchtete Eizelle, da auf dem Bildschirm, rund, durchsichtig, mit 4 kleinen Bläschen in einer großen Blase, wie eben so eine befruchtete Eizelle aussah! Irgendwie sureal. Wahrscheinlich ein Bild aus dem Internet. *lach*

Anschließend durfe ich es mir, wieder einmal unten ohne, auf dem Behandlungsstuhl bequem machen. Man bemerke: Mit einer vollen Blase! Laut Arzt, könne dieser besser die Eizelle platzieren, da die volle Blase die Gebärmutter etwas nach unten drückt. Der Arzt kam, und bereitete mich vor. Sprich, er sorgte dafür, das wenn er gleich unsere befruchtete Eizelle im Nebenzimmer holte, diese sofort in die Gebärmutter platzieren konnte. Mein Mann konnte alles auf dem Monitor mitverfolgen. Damit der Arzt alles gut erkennen konnte, drückte die Schwester ordentlich mit dem Ultraschallgerät auf meinem Bauch herum. „Gott, hoffentlich pinkle ich hier nicht gleich los.“ *lach* Nach einer kurzen Vorbereitungszeit, ging der Arzt ins Nebenzimmer, kam wieder, fragte mich wie aus der Pistole geschossen nach meinem Geburtsdatum und legte los. Mit einem kleinen feinen Schlauch beförderte er das kleine befruchtete Ei zurück in meinen Uterus, wo es hingehörte. Zack, uns somit war ich FAST schwanger.
Das Gefühl, 100 % zu wissen das nun ein befruchteter Flumsel in meinem Bauch war, war komisch aber auch so schön. Aber noch mehr hatte ich im Kopf, das ich nun ganz schnell auf die Toilette musste. *hihi*

„Nur noch ne ordentliche Portion Medikamente und dann hieß es hoffen!“

Anschließend bekam ich jede Menge Packungen mit Medikamenten. Ein paar Packungen Utrogestan (vaginal 2×3 täglich) ein paar Packungen Progynova mite (oral 2×3 täglich) und ein paar Packungen Duphaston (oral 2×1 täglich). „In zwei Wochen kannst du einen Test machen und egal ob positiv oder negativ, bitte melde dich per Mail“. Zack, mehr Info, als wie viel ich mir wo reinschieben musste und wann ich mich zu melden habe, bekamen wir nicht.
Wieder kam dieses Gefühl von Massenabfertigung hoch. Aber egal, wir hatten nun eine Menge Packungen Medikamente und ein Flumsel in meinem Uterus der es sich nun, hoffentlich, bequem machen würde.

Als wir aus der Klinik gingen, ich mit endlich entleerter Blase und mein Mann mit einem Lächeln im Gesicht, war das ein sehr erfülltes Gefühl. Wir hatten es beim ersten Versuch, mit meinem sehr niedrigen AMH-Wert und gesamt über zwei Wochen Stimulation, endlich geschafft. Unsere Gene waren vereint. Wie würde ich nun diese zwei Wochen überstehen? Hoffentlich bleibt uns dieses Glück.

Eure Naddy

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