Meine Geschichte

Unsere Hochzeit

  

Mein Mann und ich haben am 25. Mai 2018 standesamtlich geheiratet und am 26. Mai 2018 hatten wir dann unsere ganz persönlich gestaltete freie Trauzeremonie im Freien mit anschließender Feier in einer Traumlocation. Die standesamtliche Trauung war quasi „nur“ darfür da, damit es offiziel bzw. gesetzlich ist und hielten es deshalb im sehr kleinen Rahmen.
Kurz und knapp: Mein Mann und ich, unsere Trauzeugen und der Standesbeamte. Kurze Rede, kein Ringwechsel und trotzdem war dies ein wahnsinns Moment. So offiziell. So endgültig. Einfach kurz, knapp und schön.

„Warum wir geheiratet haben?!“

Vorab: Warum haben wir geheiratet? Wie hat mir mal eine sehr gute Freundin gesagt? „Es ist schön eine Einheit zu sein!“ Und genau damit trifft sie es auf den Punkt. Klar, die Liebe spielt die erste Rolle, doch das Gefühl auch auf Papier, so richtig offiziell zusammenzugehören ist ein richtig tolles Gefühl. Mein Mann hat sich entschlossen mich zur Frau zu nehmen, unabhängig davon ob wir irgendwann einmal ein Kind bekommen werden oder nicht. Und das ist DAS was mich unfassbar glücklich macht. Das er es nicht von der eventuellen Erfüllung unseres Wunsches abhängig gemacht hat. Den Namen meines Mannes anzunehmen, um nun eine eigene Familie zu sein, macht mich stolz und lässt meine Liebe zu ihm wieder ein kleines Stück wachsen.

„Der Antrag“

Ich muss gerade wieder etwas schmunzeln, denn der Antrag war so spektakulär wie eine Kartoffel, aber genau deshalb wiederum so wahnsinnig toll. Denn das mein Mann diesen Schritt wagte, war für mich das Größte. Ich brauchte keinen überspekatkulären Ort, keinen Kitsch, keine Herzchen aus Teelichter, kein Gedicht oder sonst ein romantisches Gedöns. *lach*
Es war der 16.12.2017. Ich, gerade frisch geduscht, nicht mein tollstes Pyjama an, einen Turban auf dem Kopf, also im totalen „Couch-Gammel-Look“. *lach* Er hatte den Ring schon ganze zwei Monate in seiner Jackentasche und wartete auf „den perfekten Moment“. Doch wann ist der? Für ihn war er nun gekommen.
Ich stand nun da, im Gammel-Look, bereit für einen gemütlichen Sofa-Abend und er kam auf mich zu und fing an, mit etwas zitternden Händen und Stimme mir zu sagen wie froh er wäre mich als seine Freundin zu haben. Das er sehr glücklich sei und er kein Leben ohne mich möchte. Ganz ehrlich? Ich dachte zuerst, es ginge im nicht gut, da er so zitterte und soviele liebe Dinge auf einmal sagte. Man muss dazu sagen, wir sind nicht die großen Romantiker, deshalb war es für mich sehr ungewöhnlich soviele schöne Worte auf einmal zu hören. *schmunzel*
Und dann, dann zog er den Ring aus der Tasche und stellte mir die Frage aller Fragen. „Willst du mich heiraten!“ Ich war völlig perplex, da ich ABSOLUT nicht damit gerechnet hätte. Und genau deshalb war dieser unspektakuläre Antrag ein perfekter Antrag. Denn eigentlich geht es doch nur um diese eine Frage. 😉

Meine Antwort: Zuerst Lachen und Weinen, dann erst konnte ich, nach nochmaligen Nachfragen meines Mannes, antworten: „Ja ja ja ja“. Meine Emotion weiterhin: Weinen und lachen zugleich!
Soooo, nun war ich nicht mehr „nur“ seine Freundin, sondern jetzt war ich seine Verlobte und es fühlte sich sooooooo unfassbar toll an. Ich hätte platzen können.

„Die ersten Stunden am Hochzeitstag“

Es war ca. 8.00 Uhr und wir beide standen ausgeschlafen auf. Ja, wir haben den Tag vor der Hochzeit nicht getrennt geschlafen, wie es hier zu Lande üblich ist. Denn das eigene Bett ist immer noch das gemütlichste. 🙂
Kaffee und ein kleines Frühstück, mehr brauchten wir an diesem Morgen nicht. Kurz danach kam meine Freundin (meine Frisörin des Vertrauens und auch eine meiner Brautjungfern) und mein Mann ging mit seinem Anzug wiederum zu seinem Trauzeuge (Partner meiner Frisörin). Ja, ich hatte Brautjungfern. Sechs an der Zahl. Meine liebsten Freundinnen. Alle in atemberaubenden Kleidern in verschiedenen Rosa-Tönen. Sie sahen soooo schön aus und ich hatte schon das Bild für das Foto mit meinen Brautjungfern im Kopf.

Mein Kleid: Ein Traum aus Tüll und grober Spitze. Schlicht. Leicht. Bequem. Perfekt.

Meine Brautfrisur war fertig, das Kleid und die Schuhe lagen griffbereit und mein Make up, das ich mir selbst ins Gesicht zauberte, war perfekt. „Noch“ war ich völlig entspannt.
Kurz vor Mittag kam meine Schwester (meine Trauzeugin) mit ihren Kiddies (Zwillinge). Von da an stieg meine Nervosität. Kurz darauf traf auch meine Mama ein. „So schön, meine Liebsten auf einem Haufen.“ Als ich dann mit meiner Schwester ins Ankleidezimmer ging, ins Kleid schlüpfte und sie mir es zuknöpfte war er da. Der Moment. Der ganz besondere Moment zwischen zwei Schwestern. Jetzt war es real. Jetzt war ich richtig nervös. Bauchkribbeln, etwas zittrig und voller Vorfreude. Es fühlte sich an wie frisch verliebt zu sein. *seufz*


„Die Location“

Angekommen an der Location bekam ich wieder dieses Kribbeln. Das Kribbeln, das ich hatte, als ich das erste Mal diese Location besichtigte. Sie war so schön. Ein Gewächshaus, mit wunderschönen Pflanzen am Rande aufgereit. Und dieser alte Holzdielenboden brachte diese warme Atmosphäre in das Glashaus. Die Location hatte so eine tolle Stimmung und man war sofort in einem berauschten Zustand wenn man sie betrat.

Das Gewächshaus hatte eine so tolle Atmosphäre. Unglaublich.

„Unsere freie Trauung“

Ich wartete hibbelig auf der anderen Seite, wo mich niemand entdecken konnte, während mein Mann die Gäste begrüßte und ihnen die Plätze zeigte. Die Trauung fand draußen bei der Location im Garten statt.
Der Moment als es losging werde ich nie vergessen. Ich wartete bis mich mein Papa holen kam. Gott, waren das unendlich lange Minuten. Ich hatte das Gefühl als müsste ich pinkeln, weinen, lachen und trinken zugleich. *lach*
Da war er. Mein Papa. „Jetzt bloß nicht losheulen!“, dachte ich mir. Es war so ein emotionaler Moment, als mich mein Papa begrüßte und in den Arm nahm. Das Wasser stand mir in den Augen und ich wollte endlich zu meinem Mann. Es bedeutete mir so unendlich viel, das mich mein Papa zum „Altar“ brachte.
Unsere Sängerin, mit ihrer wundervollen Stimme, legte los, vor uns meine zwei Nichten als Blumenmädchen (Gott, waren die süß), mein Papa an meiner Seite und meine Schwester als Trauzeugin. Als wir um die Ecke kamen und ich meinen Mann das erste Mal sah, sprang mir fast mein Herz aus der Brust. Es war so schön, so emotional, unsere Freunde, unsere Familien und dann noch die wundervolle Sängerin, die genau diesen einzigartigen Moment verzauberte.
Unser Trauredner hatte, mit viel Vorbereitung, eine wunderschöne, auf uns abgestimmte, Rede gehalten. Sehr sympatisch, sehr authentisch und sehr persönlich. Nach dem langersehnten „Ja, ich will“, brachten uns meine Nichten die Ringe, damit wir uns endlich symbolisch verbünden konnten.


„Das Essen, die Feier und viele unvergessliche Momente“

Bevor wir das Buffet eröffneten, hielten wir kurz inne, sahen uns an und fingen beide an zu strahlen. Dieser Moment, war einer meiner Highlights. Denn da wurde mir so richtig bewusst, was da gerade geschah bzw. was da wunderschönen passiert ist.
Das Buffet war eröffnet, unsere Liebsten und wir stürtzen uns darauf, genießten das superlecker Essen mit Live-Cooking um anschließend mit unserem Hochzeitstanz die eigentliche Feier zu eröffnen.

Vorspeise: verschiedene Salate und Tappas / Hauptspeise: Steak, Lachs, Pilzrisotto, Gemüse

Hach, der Hochzeitstanz. Wir hatten soviel geübt und es lief perfekt. Kein Stolpern, kein Aussetzer. Wir waren ganz für uns, blendeten unsere Gäste aus und waren in einer anderen Welt. Ich kann mich erinnern, wir waren in diesem Moment einfach nur eins.
Die ganze Feier über war eine tolle Stimmung. Die Band, bestehend aus drei jungen Burschen, war definitiv die richtige Wahl. Unsere Liebsten tanzten, tranken, hatten Spaß und ließen es sich gut gehen.

Durch den Lichterhimmel aus Kerzen war es eine mega Stimmung.

„Zusammenfassung und Fazit“

Location: Ein süßes Gewächshaus, mit altem Holzdielenboden, toller Außenanlage und mit ganz viel Charme.
Trauung: Wir wählten eine „freie Trauung“, denn so konnte unser Trauredner uns eine ganz persönliche Rede gestalten/schreiben.
Musik bei der Trauung: Eine ganz liebe Bekannte verzauberte diesen Moment mit ihrer wundervollen Stimme.
Specials: Zwischen Trauung und Essen hatten wir einen Magier, der mit richtig geilen Kartentricks die Gäste unterhielt. In der Location gab es noch eine Fotobox, die definitiv auf einer Hochzeit nich fehlen darf.
Fotograf: Gott, hatten wir eine zuckersüße Fotografin. Nach der Trauung hatten mein Mann und ich ein Shooting bei dem wir das bis dorthin erlebte etwas auf uns wirken lassen konnten. Ein kleine Auszeit ganz für uns.
Essen: Vorspeise drinnen; Live-Cooking draußen; Nachspeise mit Cakepops, Cupcakes, kleinen Törtchen & Co wieder drinnen.
Musik: Definitiv eine Live-Band, da diese eine ganz besonders tolle Stimmung macht.

Mädls, ich verate euch zum Schluss noch etwas: Ich würde gerne alle paar Jahre heiraten! Natürlich den selben Mann. *lach* Denn wir würden alles genau so wieder machen. Die Location. Die Trauung. Das Essen. Die Fotografin. Die Band. Einfach alles. Es war unsere perfekte Hochzeit.

(Fotos: Irina Gantze)

Eure Naddy

 

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